Geschichte


Die Gründung der ISB

Am 1. Mai 1993 gründeten Vertreter von mehreren Schweizer Blaskapellen im Gasthof Bären in Mägenwil den Verein "Interessengemeinschaft Schweizer Blaskapellen" (ISB). Als Gründungspräsident amtete Antonio E. Fux. Aber eigentlich begann alles viel früher - genauer gesagt am Oktober 1976 mit dem ersten Schweizerischen Blaskapellentreffen in Urdorf ZH. Die seither alle zwei Jahre durchgeführten Treffen standen bis zur Gründung der ISB unter der Obhut von Walter Hohl, einem Mitglied der Engstringer Bauernkapelle. Ihm ist es mit zu verdanken, dass die Blaskapellenmusik in der Schweiz einen grossen Aufschwung erfuhr. Die Gründung der ISB als Organisation der Schwei-zer Blaskapellen ist die logische Fortsetzung der Idee und des Wirkens von Walter Hohl.
 

Die Aktivitäten der ISB

Mit Ewald Benz als Präsidenten der neu gegründeten Interessengemeinschaft begann in der Schweizerischen Blaskapellenszene eine neue Ära. Die markanteste Neuerung war Die einzelnen Mitgliederkapellen konnten die Aktivitäten der ISB mitbestimmen. Nebst der Behandlung der ordentlichen Sachgeschäfte, wählt dieses Organ den Vorstand, die Musikkommission und vergibt die Schweizerischen Blaskapellentreffen (BKT). Der Wettbewerbsmodus der BKT wurde modifiziert und mit der Einführung des Radiowettbewerbes erfuhr die Blaskapellenszene in der Schweiz eine deutliche Aufwertung. Mittlerweile leitet Willy Odermatt als fünfter Präsident die Geschicke der ISB. Er löste an der Hauptversammlung 2016 seinen Vorgänger Kurt Betschart ab.
 

Was bringt die Zukunft?

Die Herausforderungen für die IG Schweizer Blaskapellen werden nicht ausgehen. Einerseits kämpfen viele Blaskapellen mit Lücken in der Besetzung, die nur schwer aufzufüllen sind, auf der anderen Seite entstehen viele junge Kapellen, die sich nicht, oder noch nicht, der ISB anschliessen wollen. Diesen Spagat zwischen den verschiedenen Interessen gilt es mit passender Unterstützung zu meistern. Die interne und externe Kommunikation muss laufend gepflegt, und wo nötig verbessert werden. Die gezielte Pflege des Netzwerkes mit Interessengemeinschaften, musikalischen Verbänden und den Medien wird zeitintensiv, aber immer wichtiger sein. Die Ausschau nach Partnerschaften im musikalischen und strukturellen Bereich darf nicht vernachlässigt werden.

Wenn die ISB diese Herausforderungen gezielt angeht und auch bewältigen kann, wird die Blaskapellenszene in der Schweiz auch weiterhin die Volkskultur aktiv mitprägen.